Bei Ulli wurden sogenannte ventrikuläre Extrasystolen (kurz VES) festgestellt.
Darunter versteht man zusätzliche Herzschläge, die durch ungewöhnliche elektrische Impulse in den Herz-Ventrikeln entstehen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und können sowohl durch eine primäre Herzerkrankung als auch sekundär durch z.B. hochgradige Schmerzen oder durch eine falsche Informationsgabe des Nervus Sympathikus verursacht werden.
Bei einigen Herzrhythmusstörungen, so auch in diesem Fall, kann es notwendig sein, ein EKG über mindestens 24 Stunden zu schreiben, ein sogenanntes Holter-EKG.
Hierfür werden vier Elektroden an der rechten und linken Brustwand auf Höhe des Herzens angebracht und gut befestigt. Zur weiteren Stabilisierung und zum Schutz des Gerätes wird zusätzlich ein spezieller Body angezogen (sh. Bild). Nach 24 Stunden wird alles wieder entfernt und die Aufzeichnungen des Geräts werden in einem besonderen Programm durch unsere Kardiologen bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen. Danach erfolgt je nach Diagnose die medikamentöse Einstellung, eventuell unter weiteren Holter-Kontrollen, bis wir den gewünschten Erfolg sehen.
Ulli konnte gut medikamentös eingestellt werden. Dank regelmäßiger Kontrollen alle 6 Monate konnte die Therapie immer weiter angepasst werden, sodass er nun ohne weitere VES durchs Leben geht.
