Haupt-Navigation skippen Zu der Unternavigation Zum Hauptinhalt Zu dem Footer
NotfallTermine und Telefon: Mo-Fr: 8-19 Uhr.
Notfälle jederzeit

Unser Spektrum in der Inneren Medizin

Die Innere Medizin befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der inneren Organsysteme. Da sich viele Krankheiten nicht sofort eindeutig zeigen, sondern sich oft „versteckt“ entwickeln oder unspezifische Symptome verursachen, ist eine besonders gründliche und strukturierte Aufarbeitung entscheidend. Diese beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, gefolgt von einer sorgfältigen klinischen Untersuchung und wird durch weiterführende diagnostische Maßnahmen ergänzt.

Zur Diagnostik zählen unter anderem Laboruntersuchungen von Blut, Urin und Kot, bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall und Endoskopie. Oft handelt es sich um komplexe Erkrankungen, die mehrere Organsysteme gleichzeitig betreffen oder auch unterschiedliche Erkrankungen, die einander beeinflussen. Daher spielt der interdisziplinäre Austausch zwischen verschiedenen Spezialgebieten eine zentrale Rolle, um eine umfassende und bestmögliche Versorgung der Patienten zu gewährleisten.

Einige Teilgebiete der Inneren Medizin werden in unserer Klinik als eigenständige Abteilungen geführt und von spezialisierten Tierärztinnen und Tierärzten betreut. Dazu zählen die Kardiologie sowie die Onkologie.


Die Innere Medizin im engeren Sinne lässt sich nochmals in mehrere Fachbereiche unterteilen:


Leistungsspektrum

Ein großer Teil der Labordiagnostik kann direkt in unserer Klinik durchgeführt werden. Dazu gehören insbesondere Blut- und Urinuntersuchungen, deren Ergebnisse in vielen Fällen schon innerhalb weniger Minuten vorliegen und somit eine rasche Einschätzung des Gesundheitszustandes erlauben. Für speziellere Fragestellungen, wie beispielsweise bestimmte Hormonanalysen oder den Nachweis von Infektionserregern inklusive bakterieller Kulturen, arbeiten wir mit externen Speziallaboren zusammen, sodass es einige Tage bis zum Erhalt des Befundes dauert.

Auch im Bereich der bildgebenden Diagnostik stehen uns moderne Verfahren zur Verfügung. Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen können in den allermeisten Fällen ohne Narkose durchgeführt werden. Für eine optimale Beurteilung bei Ultraschalluntersuchungen ist es wichtig, dass Ihr Tier nüchtern vorgestellt wird, da Nahrungsreste die Sicht auf die inneren Organe beeinträchtigen. Neben der detaillierten Untersuchung des Bauchraums gehört auch die gezielte Beurteilung der Halsregion zu unserem Leistungsspektrum, beispielsweise zur Untersuchung der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen.

Für weiterführende diagnostische Maßnahmen wie die Computertomographie (CT) oder endoskopische Untersuchungen ist eine Vollnarkose erforderlich. Vor der eigentlichen Narkose erhält Ihr Tier eine sogenannte Prämedikation – eine intravenöse Verabreichung von Medikamenten, anschließend erfolgt die Intubation für die Inhalationsnarkose. Während der gesamten Untersuchung wird Ihr Tier intensiv überwacht.

Ein zentraler Bestandteil unserer weiterführenden Diagnostik ist die Endoskopie, die sowohl zur Untersuchung als auch zur Behandlung eingesetzt wird. Mithilfe dieser können verschiedene Organsysteme beurteilen und es lassen sich Veränderungen frühzeitig erkennen und gleichzeitig gezielt Gewebeproben entnehmen. Im Bereich des Magen-Darm-Traktes umfasst dies die Untersuchung der Speiseröhre, des Magens sowie des Zwölffingerdarms (Duodenum) und auch des Dickdarms. Auch die Atemwege – von Kehlkopf über Luftröhre bis hin zu den Bronchien – können detailliert beurteilt werden. In diesem Zusammenhang besteht zudem die Möglichkeit, eine sogenannte bronchoalveoläre Lavage (BAL) durchzuführen, bei der mittels Spülprobe Zellen und mögliche Krankheitserreger aus den tiefen Atemwegen gewonnen werden. Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich der Endoskopie ist die Untersuchung und Behandlung des Harntraktes. So können beispielsweise Harnsteine (Urolithen), die sich in der Harnblase oder Harnröhre befinden, nicht nur diagnostiziert, sondern häufig im gleichen Eingriff mittels Laser schonend zertrümmert (Laserlithotripsie) werden. Darüber hinaus ermöglicht die Endoskopie die Beurteilung der Harnblase bei chronischen Erkrankungen sowie die gezielte Entnahme von Proben. Therapeutisch können unter anderem Polypen, wie sie bei einer polypoiden Zystitis auftreten, minimalinvasiv entfernt werden. Auch bei Tumorerkrankungen der Harnblase kann eine Reduktion von Tumorgewebe erfolgen. Die Behandlung sogenannter ektopischer Ureteren stellt ebenfalls ein wichtiges Einsatzgebiet dar und bietet eine minimalinvasive Alternative zur klassischen chirurgischen Versorgung.

Auch eine Probenentnahme mittels Feinnadelaspiration ist ultraschallgesteuert möglich und kann in vielen Fällen im Wachzustand durchgeführt werden. Falls diese Probe nicht ausreicht oder keine eindeutige Diagnose ermöglicht, können im nächsten Schritt größere Gewebeproben (Biopsien) in Vollnarkose entnommen werden. Dies erfolgt entweder minimalinvasiv mittels Laparoskopie (Bauchspiegelung über kleine Schnitte mit Kamera) oder über eine Laparotomie, bei der die Bauchhöhle durch einen chirurgischen Schnitt eröffnet wird, um die Organe direkt beurteilen und Proben entnehmen zu können.