Sprechzeiten: Mo-Fr: 8-18 Uhr.
Notfälle jederzeit.
Telefon: Mo 8 Uhr - Fr 19 Uhr.
06192 - 290 290

Wichtige Informationen zum NOTDIENST in der Tierklinik Hofheim

Liebe Tierbesitzerin, lieber Tierbesitzer,

Sie möchten den Notdienst der Tierklinik Hofheim außerhalb unserer regulären Öffnungszeiten besuchen. Bitte beachten Sie, dass wir momentan nur für lebensbedrohlich erkrankte Notfallpatienten geöffnet haben.

Wir weisen darauf hin, dass unser Notdienst extrem stark frequentiert wird und wir uns nur um „echte“ Notfälle zeitnah kümmern können. Weniger schwer erkrankte Tiere müssen mit Wartezeiten von 4-6 Stunden rechnen.

Im Notdienst ist immer nur eine Erstversorgung des Patienten möglich, weitere Abklärungen erfolgen, so medizinisch vertretbar, immer in der regulären Sprechstunde oder im Rahmen eines stationären Aufenthalts Ihres Tieres.

Der Kostensatz im Notdienst ist signifikant höher als zu normalen Sprechzeiten!

Bitte wägen Sie daher unbedingt folgende Punkte ab, bevor Sie sich auf den Weg machen:

  • Handelt es sich bei Ihrem Tier wirklich um einen lebensbedrohlichen Notfall?
  • Welche Praxis in Ihrer Nähe nimmt heute am sogenannten „Tierärztlichen Ringnotdienst“ teil und ist dienstbereit? Bitte informieren Sie sich in der Tagespresse oder in Ihrer Tierarztpraxis.
  • Informieren Sie sich bei den anderen Tierkliniken der Region über deren Auslastung und momentane Wartezeiten!
  • Weniger schwer erkrankte Tiere müssen wir im Zweifel an andere Praxen oder Kliniken verweisen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Das Team der Tierklinik Hofheim

Schäferhundkeratitis, Pannus oder Keratitis superficialis chronica

Was ist die Hornhaut?
Die Hornhaut ist das Fenster zum Auge. Ihre Aufgabe ist es, Licht ins Auge zu lassen und es physisch zu brechen. Dafür muss die Hornhaut glasklar sein. Im Normalzustand befinden sich daher keine Blutgefäße in der Hornhaut.

Was ist eine Schäferhundkeratitis?
Bei der Schäferhundkeratitis liegt eine Entzündung der Hornhaut vor. Es wachsen Blutgefäße in die Hornhaut ein und in weiterer Folge schwarzes Pigment. Viele Hunde haben zusätzlich eine Entzündung in der Nickhaut (dem "zusätzlichen" Augenlid der Hunde und das wie ein „Scheibenwischer“ von unten nach oben über das Auge ziehen kann). Die Nickhaut wird bei betroffenen Hunden rot und der schwarze Rand verliert seine Farbe. Diese Entzündung nennt man "Plasmom". Bei manchen Hunden ist nur die Hornhaut betroffen, bei anderen vermehrt die Nickhaut und bei wieder anderen liegen beide Probleme (Hornhautentzündung und Nickhautentzündung vor).

Woran erkenne ich, dass mein Hund eine Schäferhundkeratitis hat?
Hunde mit Schäferhundkeratitis haben einen "Schleier" auf dem Auge, der typischerweise rot und/oder schwarz ist. Die Erkrankung tritt immer in beiden Augen symmetrisch auf, typischerweise beginnt sie auf der Seite, die zum Ohr hin liegt. Manche Hunde zeigen auch eine Rötung der Nickhaut ("scheibenwischerähnliche" Haut, die vom unteren Augenlid ausgeht). Normalerweise zeigen betroffene Hunde kein Augenkneifen.

Warum hat mein Hund eine Schäferhundkeratitis?
Die Ursache ist eine fehlgerichtete Immunreaktion auf das Hornhautgewebe. Schäferhunde sind besonders häufig von der Erkrankung betroffen (daher der Name) – aber auch jede andere Hunderasse kann eine Schäferhundkeratitis entwickeln. UV-Licht (Sonneneinstrahlung) kann die Erkrankung verschlechtern.

Kann mein Hund durch die Schäferhundkeratitis erblinden?
Bleibt die Schäferhundkeratitis unbemerkt oder wird sie nicht ausreichend behandelt, schreitet die Entzündung und Pigmentierung (das "Schwarz-Werden") der Hornhaut zu und das Sehvermögen schwindet zunehmend bis zur Erblindung. Leider ist der endgültige Zustand nicht reversibel. Grundsätzlich haben Hunde, die bereits im jungen Alter (unter 5 Jahren) erkranken, eine schlechtere Prognose.

Was kann man gegen die Schäferhundkeratitis machen?
Im akuten Fall wird zunächst ein Kortisonpräparat getropft, um die Entzündung einzudämmen. Ist die akute Entzündung unter Kontrolle, wird auf eine langfristige (lebenslange) Therapie mit lokalem Ciclosporin umgestellt. Typischerweise entwickeln Hunde immer wieder akute Schübe, die zusätzlich behandelt werden müssen.
Da das UV- (Sonnen-) Licht eine Rolle bei der Erkrankung spielt, kann man versuchen, den Hund für Spaziergänge an das Tragen einer Hunde-Sonnenbrille („Doggles“) zu gewöhnen.

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