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Schäferhundkeratitis, Pannus oder Keratitis superficialis chronica

Was ist die Hornhaut?
Die Hornhaut ist das Fenster zum Auge. Ihre Aufgabe ist es, Licht ins Auge zu lassen und es physisch zu brechen. Dafür muss die Hornhaut glasklar sein. Im Normalzustand befinden sich daher keine Blutgefäße in der Hornhaut.

Was ist eine Schäferhundkeratitis?
Bei der Schäferhundkeratitis liegt eine Entzündung der Hornhaut vor. Es wachsen Blutgefäße in die Hornhaut ein und in weiterer Folge schwarzes Pigment. Viele Hunde haben zusätzlich eine Entzündung in der Nickhaut (dem "zusätzlichen" Augenlid der Hunde und das wie ein „Scheibenwischer“ von unten nach oben über das Auge ziehen kann). Die Nickhaut wird bei betroffenen Hunden rot und der schwarze Rand verliert seine Farbe. Diese Entzündung nennt man "Plasmom". Bei manchen Hunden ist nur die Hornhaut betroffen, bei anderen vermehrt die Nickhaut und bei wieder anderen liegen beide Probleme (Hornhautentzündung und Nickhautentzündung vor).

Woran erkenne ich, dass mein Hund eine Schäferhundkeratitis hat?
Hunde mit Schäferhundkeratitis haben einen "Schleier" auf dem Auge, der typischerweise rot und/oder schwarz ist. Die Erkrankung tritt immer in beiden Augen symmetrisch auf, typischerweise beginnt sie auf der Seite, die zum Ohr hin liegt. Manche Hunde zeigen auch eine Rötung der Nickhaut ("scheibenwischerähnliche" Haut, die vom unteren Augenlid ausgeht). Normalerweise zeigen betroffene Hunde kein Augenkneifen.

Warum hat mein Hund eine Schäferhundkeratitis?
Die Ursache ist eine fehlgerichtete Immunreaktion auf das Hornhautgewebe. Schäferhunde sind besonders häufig von der Erkrankung betroffen (daher der Name) – aber auch jede andere Hunderasse kann eine Schäferhundkeratitis entwickeln. UV-Licht (Sonneneinstrahlung) kann die Erkrankung verschlechtern.

Kann mein Hund durch die Schäferhundkeratitis erblinden?
Bleibt die Schäferhundkeratitis unbemerkt oder wird sie nicht ausreichend behandelt, schreitet die Entzündung und Pigmentierung (das "Schwarz-Werden") der Hornhaut zu und das Sehvermögen schwindet zunehmend bis zur Erblindung. Leider ist der endgültige Zustand nicht reversibel. Grundsätzlich haben Hunde, die bereits im jungen Alter (unter 5 Jahren) erkranken, eine schlechtere Prognose.

Was kann man gegen die Schäferhundkeratitis machen?
Im akuten Fall wird zunächst ein Kortisonpräparat getropft, um die Entzündung einzudämmen. Ist die akute Entzündung unter Kontrolle, wird auf eine langfristige (lebenslange) Therapie mit lokalem Ciclosporin umgestellt. Typischerweise entwickeln Hunde immer wieder akute Schübe, die zusätzlich behandelt werden müssen.
Da das UV- (Sonnen-) Licht eine Rolle bei der Erkrankung spielt, kann man versuchen, den Hund für Spaziergänge an das Tragen einer Hunde-Sonnenbrille („Doggles“) zu gewöhnen.

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