Die Babesiose ist eine inzwischen häufige Infektionskrankheit, die für Hunde gefährlich ist und durch Babesien, einzellige Parasiten, hervorgerufen wird. Die Krankheit kommt mittlerweile auch in Europa vor und wird durch Zecken, insbesondere Rhipicephalus sanguineus und Dermacentor reticulatus, übertragen.
Typische Symptome einer Babesiose sind Fieber, Blutarmut (Hämolyse) mit blassen Schleimhäuten, erhöhte Herzfrequenz und Schwäche, sowie Verminderung der Blutplättchen. Es kann auch zu einer Gelbsucht und Inappetenz (Futterverweigerung) kommen.
Die Diagnose der Babesiose erfolgt durch einen Blutausstrich und eine PCR-Untersuchung. Die Behandlung besteht in der Regel aus zwei Injektionen im Abstand von zwei Wochen. Bei schweren Symptomen können eine Bluttransfusion oder eine medikamentöse Immunsuppression notwendig sein.
Zur Prophylaxe der Babesiose ist eine Ektoparasitenkontrolle sehr wichtig, um Zeckenbefall zu vermeiden. Es ist daher ratsam, regelmäßig das Fell von Hunden auf Zecken zu untersuchen und auch vorbeugende Maßnahmen wie das Auftragen von Spot-on-Präparaten oder das Tragen von Zeckenhalsbändern zu ergreifen.
