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Notfall fehlender Harnabsatz

Gestörter oder gar fehlender Harnabsatz ist immer ein Notfall!

Häufig sehen wir Katzen und Hunde, die keine normalen Harnmengen absetzen können, gleichzeitig aber einen gesteigerten Harndrang zeigen, also häufig versuchen, Harn absetzen. Dabei kann entweder gar kein Urin abgesetzt werden oder nur in hoher Frequenz kleine Mengen oft blutigen Harns. Der Urinabsatz ist dann in aller Regel auch sehr schmerzhaft für die Tiere. Grund für diese Symptome können z.B. eine Harnblasenentzündung oder Harnsteine sein. Im schlimmsten Fall ist durch eine Verlegung der Harnröhre mit einem Stein oder bei FIC (sh. unten) gar kein Urinabsatz mehr möglich und es kann in der Folge durch den Rückstau des Urins in die Nieren zu lebensbedrohlichen Nierenschäden und Elektrolytverschiebungen kommen. Auch eine Ruptur der Harnblase ist in besonders dramatischen Fällen möglich.

Besonders Kater, die in der Wohnung gehalten werden und zusätzlich unter Übergewicht leiden, sind für Harnwegserkrankungen prädisponiert. Hier spielt neben Harnsteinen auch die Feline Interstitielle Cystitis (FIC) als auslösendes Agens eine große Rolle. Dabei handelt es sich um eine Harnblasenentzündung, die nicht durch eine Infektion mit Bakterien, sondern i.d.R. durch stressende Lebensumstände hervorgerufen wird und die im weiteren Verlauf zur Verlegung der Harnröhre führen kann. Aktuelles Beispiel dafür ist ein fünfjähriger, kastrierter Kater, der auf unserer Station betreut wird. Er kam mit dem Vorbericht Apathie, Erbrechen, fehlende Futteraufnahmen und häufiger Toilettengang ohne Urinabsatz. Seine Blutwerte waren bei Einlieferung sehr schlecht. Er ist eine Wohnungskatze mit Zugang zum Balkon und hat 2 Partnerkatzen. Es konnten weder eine bakterielle Blasenentzündung noch Harnsteine nachgewiesen werden, so dass die Diagnose FIC sehr wahrscheinlich ist. Ihm wird vermutlich nur die Umstellung seiner Lebensumstände langfristig helfen können.

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