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Kühlpack angeknabbert?

Gerade im Sommer liegen Kühlpacks häufig griffbereit – und manche Haustiere finden sie erstaunlich spannend.

Wieso ist ein angeknabbertes Kühlpack so schwer einzuschätzen?

Die Antwort liegt in den Inhaltsstoffen.

Viele moderne Kühlpacks enthalten heute Propylenglykol oder andere wasserbasierte Gele. Diese gelten im Vergleich zu Ethylenglykol als deutlich weniger giftig. Dennoch können – je nach aufgenommener Menge, Produkt und Tierart – gesundheitliche Beschwerden auftreten. Besonders Katzen reagieren empfindlicher auf Propylenglykol als Hunde.

Problematisch ist: Nicht alle Kühlpacks sind gleich zusammengesetzt. Es gibt weiterhin Produkte auf dem Markt, die Ethylenglykol enthalten. Dieser Stoff ist bereits in kleinen Mengen hochgiftig. Nach einer Aufnahme kann es zunächst zu unspezifischen Symptomen wie Erbrechen, Taumeln oder Mattigkeit kommen. Ohne rechtzeitige Behandlung drohen jedoch schwere Folgen wie eine metabolische Azidose (Übersäuerung des Blutes), akutes Nierenversagen und im schlimmsten Fall sogar der Tod.

Deshalb ist die Verpackung des Kühlpacks im Ernstfall besonders wichtig. Sie verrät, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und hilft der Tierärztin oder dem Tierarzt, das Vergiftungsrisiko einzuschätzen und gegebenenfalls schnell die passende Behandlung einzuleiten.

Hat dein Tier ein Kühlpack beschädigt oder Kühlgel aufgenommen, solltest du nicht abwarten, sondern zeitnah tierärztlichen Rat einholen.

Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr nachfragen als einmal zu wenig.