Das ist Maximilian, ein damals sechs Monate alter Sphynx–Kater. Er ist ein Wohnungskater, der in einem kleinen, unachtsamen Moment aus dem Fenster des zweiten Stocks sprang.
Mit blutigem Gesicht und einer Lahmheit wurde er uns abends in der Notfallsprechstunde vorgestellt. Röntgenbilder zeigten schnell: das Schienbein war gebrochen, ansonsten blieb Maximilian wundersamerweise unversehrt. Wie bei Jungtieren häufig, hatte Maximilian sich eine sog. Grünholzfraktur zugezogen, einen unvollständigen Knochenbruch, der wegen der noch weicheren und flexibleren Knochen bei diesen Tieren häufig entsteht. Man kann sich das vorstellen wie beim Abknicken eines jungen Asts – auch diese brechen meist nur teilweise durch.
In der Operation wurde die Frakturstelle mit einer Platte versorgt: so wurde der Knochen stabilisiert und konnte wieder zusammenzuwachsen. Alles verlief reibungslos, dennoch musste der junge Kater noch einen Tag zur Überwachung auf Station bleiben – was er, trotz seines jugendlichen Übermuts, geduldig ertrug.
Maximilian musste nun zu Hause für mindestens acht Wochen ruhiggehalten werden, durfte also nicht springen, klettern oder rennen, insgesamt also keine große Belastung auf das Bein ausüben. Außerdem musste er ab der ersten Woche nach der Operation regelmäßig zur Physiotherapie und vier Wochen nach OP zu einer Röntgenkontrolle.
Dank der großartigen Fürsorge seiner Besitzer ist der mittlerweile fast ein Jahr alte Maximilian nun wieder fit – er spielt, rennt, klettert den Kratzbaum in Rekordzeit hoch und kuschelt, was das Zeug hält.

