Winterliche Gefahren für Haus- und Wildtiere – oft unterschätzt, aber ernst
Der Winter stellt Tiere vor besondere Herausforderungen. Haustiere sind vor allem von Unterkühlung betroffen – kleine, kurzhaarige oder ältere Tiere frieren besonders schnell. Auch ungeeignete Winterkleidung kann schaden: Zu enge oder nasse Mäntel scheuern und verstärken den Kälteeffekt. Streusalz und Auftaumittel greifen Pfoten an und können beim Ablecken giftig sein. Die Aufnahme von Schnee kann zur gefürchteten Schneegastritis führen. Lebensgefährlich ist Frostschutzmittel (Ethylenglykol) – schon kleinste Mengen können tödlich enden.
Zusätzliche Risiken lauern im Alltag: Kälte im Auto kann für zurückgelassene Tiere schnell gefährlich werden. Gefrorene Pfotenballen verursachen schmerzhafte Risse, während kalte Liegeplätze und Zugluft Gelenk- und Muskelprobleme begünstigen. Durch Dunkelheit, Glätte und Eis steigt zudem die Unfall- und Verletzungsgefahr deutlich. Selbst drinnen kann trockene Heizungsluft Haut, Augen und Atemwege reizen.
So können wir vorbeugen und helfen:
• Spaziergänge an Wetter und Tier anpassen, Pfoten nach dem Gassi reinigen und pflegen
• Streusalz meiden oder tierfreundliche Alternativen nutzen
• Tiere niemals im kalten Auto zurücklassen, Frostschutzmittel sicher verstauen
• Warme, zugluftfreie Liegeplätze schaffen und ausreichend frisches Wasser anbieten
• Hunde in der dunklen Jahreszeit gut sichtbar machen (z. B. mit Reflektoren)
Fazit: Rücksicht, Aufmerksamkeit und kleine Anpassungen im Alltag helfen, Haustiere sicher durch die kalte Jahreszeit zu bringen

