Dobermannhündin Keona ist unsere Patientin des Monats März. Sie wurde uns bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag im Notdienst vorgestellt. Damals konnte sie morgens nicht mehr aufstehen, hatte gejault und wirkte apathisch.
Schmerzmittel zeigten keine Wirkung und auch ihre Reflexe in den Vordergliedmaßen waren ausgefallen. Ihre Besitzer entschieden sich zur weiteren Abklärung mittels CT. Hier zeigte sich deutlich ein Bandscheibenvorfall mit akuter Blutung in den Rückenmarkskanal auf Höhe des fünften und sechsten Halswirbels.
Noch am selben Abend wurde Keona notoperiert. In der riskanten OP wurde die vorgefallene Bandscheibe entfernt, woraufhin auch eine leicht blutige Flüssigkeit aus dem Wirbelkanal zum Vorschein kam. Diese war vermutlich die Hautursache für Keonas Lähmungserscheinungen.
Bereits zwei Tage später konnte sie sich selbstständig in Brustlage aufrichten und den Kopf heben und wir konnten sie daraufhin in die häusliche Pflege entlassen.
Damit fing jedoch die langwierige und durchaus schwierige Rekonvaleszenzzeit erst an.
Update: Keona hat sich ins Leben zurückgekämpft und kann mittlerweile wieder laufen!

