Lotti ist eine acht Jahre alte Cockerspanielhündin, die wegen regelmäßigen Erbrechens beim Haustierarzt war und danach zu uns kam mit dem Verdacht auf eine peritoneo-perikardiale Hernie.
Hierbei handelt es sich um eine Anomalie, bei der es zu einer offenen Verbindung zwischen dem Herzbeutel (Perikard) und dem Abdomen (Bauchhöhle) kommt. Durch die entstehende "Lücke" können Bauchorgane nach vorne in den Herzbeutel vorfallen. Auf dem Röntgenbild erkennt man den vergrößerten Herzbeutel. Bei Lotti waren Leber mit Gallenblase und die Milz vorgefallen.
Diese seltene Anomalie ist angeboren und betroffene Tiere können lange - oder lebenslang - asymptomatisch sein. Kommt es zu einem Organvorfall, treten meist gastro-intestinale Symptome wie bei Lotti auf, es kann aber auch zu Atem- oder Herzproblemen kommen. Die Entdeckung der Hernie ist dann meist eher ein Zufallsbefund.
Lottis Besitzer entschieden sich, da Lotti wiederholt Probleme hatte, für eine chirurgische Versorgung der Hernie. Dabei werden die Organe wieder rückverlagert und die Bruchpforte verschlossen. Die Operation verlief sehr gut und auch während des anschließenden stationären Aufenthalt zeigten sich keine Komplikationen, so dass die süße Cocker-Dame schon am Folgetag in die häusliche Pflege entlassen werden konnte.
Weiterhin alles Gute, kleine Lotti!

