Possum ist eine 12-jährige Siberian Husky-Dame, die im Sommer mit einer Tetraparese eingeliefert wurde. Das bedeutet, dass alle vier Gliedmaßen gelähmt waren und Possum nicht mehr geh- und stehfähig war. Im MRT wurde eine Kompression des Rückenmarks zwischen dem 4. und 5. Halswirbel durch einen Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Bei Possum handelte es sich dabei um eine besondere Art dieser Erkrankung: eine sogenannte HNPE – eine Hydrated Nucleus Pulposus Extrusion. Diese Form des Bandscheibenvorfalls kommt vor allem bei Hunden vor, es handelt sich um einen Vorfall des gallertartigen, hydratisierten Kerns der Bandscheibe. Dieses Material ist meist flüssig, wenn es entfernt wird.
Possum wurde sofort mit einem sogenannten Ventral Slot chirurgisch versorgt. Hierbei erfolgt der Zugang unten am Hals, um leichter zu den Halswirbeln gelangen zu können. An der besagten Stelle konnten große Mengen an flüssigem Bandscheibenmaterial entfernt werden.
Da Possums Besitzerin selbst TFA ist, wurde sie nach der erfolgreichen Operation zu Hause weiter fachmännisch betreut. Wichtig war auch der baldige Start einer intensiven und professionellen physiotherapeutischen Behandlung. Diese wurde sehr konsequent durchgeführt und zur großen Freude aller erholte sich Possum schnell und vollständig. Dies ist bei dieser Erkrankung und einem großen, älteren Hund nicht selbstverständlich und hat uns alle sehr gefreut!
Heute ist Possum wieder fit und geht auch wieder in die Berge – in den Schnee, wo ein Husky sich eben einfach am wohlsten fühlt!

