Eine junge Mischlingshündin hatte seit ihrer Geburt ein Problem mit der Harnkontinenz. Die Ursache war ein ektoper Ureter – ihre Harnleiter mündeten nicht, wie üblich, in die Harnblase, sondern zu weit hinten in der Harnröhre. Liegt diese Missbildung vor, fließt der Urin aus den Nieren nicht in die Blase und wird dort bis zum Urinabsatz gesammelt, sondern läuft direkt in die Harnröhre und es kommt zur Inkontinenz.
Durch eine endoskopische Untersuchung konnten wir die Fehlmündungen genau lokalisieren. In Bild 1 ist gut zu erkennen, wie Urin aus der falschen Position austritt – ein typisches Zeichen für einen ektopen Ureter. Um den Harnleiterverlauf darzustellen und den folgenden Eingriff präzise vorzubereiten, wurde ein Führungsdraht (Bild 2, grau, oben links) in den Ureter eingeführt. Anschließend wurde über den Draht ein Ureterkatheter gelegt (Bild 3, gelb), der bis zur Niere reicht. Damit konnten der Verlauf mithilfe von Kontrastmittel sichtbar gemacht und die Position optimal bestimmt werden.
Für die endoskopische Korrektur kam ein Laser zum Einsatz. Während des Laserns (Bild 4) wurde das Häutchen zwischen Ureter und Urethra vorsichtig eröffnet, sodass die Mündung nun direkt in die Harnblase führt.
Der endoskopische Eingriff verlief erfolgreich, die Hündin ist nun kontinent und hat damit endlich die Chance auf ein normales, beschwerdefreies Leben.

