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Smilla ist unsere Patientin des Monats

Smilla ist eine junge, weiße Schäferhündin, die uns erstmals im Dezember 2024 vorgestellt wurde. Bereits als Welpe fiel sie im Vergleich zu ihren Wurfgeschwistern deutlich im Wachstum zurück. Trotz sehr guter Futteraufnahme war sie extrem abgemagert und wies einen stark vergrößerten, kugelrunden Bauch auf, der mit Flüssigkeit gefüllt war. Da sich andernorts keine Erklärung für diese Symptome finden ließ, wurde den Besitzern bereits zur Euthanasie geraten.

Zur weiteren Abklärung stellte sich Smilla in unserer kardiologischen Abteilung vor. Auch wenn sie die Untersuchung nicht besonders schätzte und ihren Unmut mitunter lautstark kundtat, konnte die Ursache für den hochgradigen Aszites (Bauchwassersucht) schnell ermittelt werden: Im Bereich des Übergangs der hinteren Hohlvene (V. cava caudalis) in den rechten Vorhof fand sich eine hochgradige Einengung (Stenose), verursacht durch eine dünne Membran, die im normal ausgebildeten Herzen nicht vorkommt. Diese angeborene Herzmissbildung führte dazu, dass sich das sauerstoffarme Blut aus dem Bauchraum in die hintere Hohlvene und letztlich in den Bauchraum zurückstaute, wodurch der massive Aszites entstand.

Im Katheterlabor der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Gießen konnte die Engstelle erfolgreich erweitert werden. Bei der ersten Kontrolle in unserer Kardiologie zeigte sich Smilla wie verwandelt: Aus dem kleinen, kranken Welpen mit dickem Bauch war eine vitale, sportliche und agile Junghündin geworden, die den Entwicklungsrückstand gegenüber ihren Geschwistern vollständig aufgeholt hat.

Smilla kann nun ein normales Hundeleben führen – wir wünschen ihr und ihren engagierten Besitzern weiterhin alles Gute.

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