Die Uveitis

Was bedeutet das Wort Uveitis?
Die Uvea ist die Gefäßhaut des Auges und besteht aus Iris, Ziliarkörper und Aderhaut. Diese drei Strukturen (vorne im Auge die Iris, in der Mitte der Ziliarkörper und hinter der Netzhaut die Aderhaut) sind für die Blutgefäßversorgung im inneren Auge zuständig „itis“ ist die Abkürzung für
Entzündung, Uveitis bedeutet also Entzündung des inneren Auges.

Welche Krankheitszeichen sind typisch für Uveitis?
Tiere mit Uveitis zeigen typischerweise gerötete Bindehäute („rotes Auge“), eine enge Pupille und manchmal eine Trübung des Auges. Je nach Lokalisation der Uveitis (vorne oder hinten im Auge) können auch Schmerzhaftigkeit (Augenkneifen) und/oder schlechtes Sehvermögen auftreten.

Welche Ursachen kann die Uveitis haben?
Die Ursache der Uveitis kann im Auge selber liegen z.B. kann sie durch einen Schlag aufs Auge, einen eindringenden Fremdkörper oder zB durch einen grauen Star im Auge ausgelöst werden. Möglich ist aber auch eine systemische, (das heißt vom Körper ausgehende) Ursache. Besonders bei Tieren, die in beiden Augen eine Uveitis haben, ist dies wahrscheinlicher. Mögliche Ursachen sind Infektionskrankheiten (bei Katzen zB FIP, FIV, FeLV, Toxoplasmose) oder tumoröse Erkrankungen. In vielen Fällen kann trotz weiterer Diagnostik keine Ursache gefunden werden. Hier geht man von einer fehlgeleiteten Immunantwort aus.

Welche Tests sollte mein Tierarzt durchführen?
Je nach Schwere und Lokalisation der Uveitis wird der Tierarzt mit Ihnen beraten, welche Tests durchgeführt werden sollten. Eine Allgemeinuntersuchung sollte immer gemacht werden. Darüber hinaus können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:  allgemeines Blutbild, Blutuntersuchungen auf Infektionserkrankungen, eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums, eine Röntgenuntersuchung vom Brustkorb und eine Punktion des Kammerwassers.

Wie wird die Uveitis behandelt?
Ist die Ursache der Uveitis (z.B. eine Infektionserkrankung) gefunden, wird diese natürlich primär behandelt. Die Entzündung im Auge wird mit kortisonhaltigen Augentropfen, pupillenerweiternden Medikamenten und entzündungshemmenden Tabletten oder Tropfen behandelt. Es ist wichtig, dass alle Medikamente wie vom Arzt verschrieben gegeben werden und die Therapie nicht auf eigene Faust beendet wird.

Kann eine Uveitis Folgeerkrankungen des Auges nach sich ziehen?
Die Uveitis kann bei chronischen Verläufen zu einem erhöhten Augeninnendruck (Sekundärglaukom) führen. Das Glaukom lässt sich bis zu einem gewissen Grad medikamentell (mit Augentropfen) behandeln. Leider erblinden manche Tiere aber auch am Glaukom und können das Auge verlieren. 

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