Elektrodiagnostik in der Tierklinik Hofheim

Dr. Thilo von Klopmann führt eine Elektromyographie durch.

Besteht anhand der speziellen neurologischen Untersuchung der Verdacht auf eine Erkrankung der peripheren Nerven und/oder Muskeln, so kann die Elektrodiagnostik diesen Verdacht bestätigen oder widerlegen. Seit Juni 2012 bietet die Tierklinik Hofheim diese Untersuchungsmöglichkeit an.

Es wird dabei zwischen der Elektromyographie (EMG) und der Elektroneurographie, die die Messung der Nervleitgeschwindigkeit (NLG) beinhaltet, unterschieden. Anhand der EMG wird eine Erkrankung der Muskeln (Myopathie) und/oder Nerven (Neuropathie) bestätigt. Ob nur eine Myopathie oder auch Neuropathie vorliegt, wird dann anhand der NLG untersucht. Ist die NLG herabgesetzt, so ist eine Beteiligung der peripheren Nerven bestätigt.

Anhand der entstehenden Aufzeichnungen kann ferner zwischen einer Axonopathie und/oder Demyelinisierung des untersuchten Nervs unterschieden werden. Leider sind diese Untersuchungen meist nicht diagnostisch für eine spezifische Erkrankung, sondern helfen nur den Ort der schwerwiegendsten Veränderungen zu zeigen. Dies ist dennoch hilfreich, um die sich anschließende Nerv-/Muskelbiopsie zu planen, da nur eine repräsentative Probe eine Diagnosestellung ermöglicht.

Die Elektrodiagnostik kann außerdem zum Nachweis von Erkrankungen der Großhirnrinde und des Hirnstammes eingesetzt werden. Hierzu zählt die Ableitung eines Elektroenzephalogramms (EEG). Das EEG kann abnormale Aktivität der Großhirnrinde zum Beispiel bei Patienten zeigen, die unter einem Anfallsgeschehen leiden.

Für alle Untersuchungen im Rahmen der Elektrodiagnostik ist eine Vollnarkose erforderlich, da nur so aussagekräftige Befunde erhoben werden können. Insofern sollte Ihr Tier neben einer Voruntersuchung, in der die Narkosefähigkeit geprüft wird, auch vorab neurologisch untersucht werden, um die Notwendigkeit einer Elektrodiagnostik zu bestätigen.

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