Das Hornhautsequester

Hornhautsequester

Was ist die Hornhaut?
Die Hornhaut ist das Fenster zum Auge. Dabei trägt die Hornhaut entscheidend zur Lichtbrechung bei und muss klar sein, damit das Auge seine volle Sehkraft hat.

Was ist ein Sequester?
Ein Sequester ist ein abgestorbenes Stück Hornhaut. Man kennt es an der braunen bis schwarzen Farbe. Ursächlich kann die Rasse eine Rolle spielen (Perserkatzen, Himalayakatzen und Burmesen sind prädisponiert) aber auch eine chronische Irritation des Auges oder eine Infektion durch Herpesviren kann Ursache für ein Sequester sein.

Wie wird ein Hornhautsequester behandelt?
Das Hornhautsequester wird in der Regel chirurgisch behandelt. Das heißt, dass der erkrankte Bereich in Vollnarkose mit einem speziellen feinen Messer und unter dem OP Mikroskop heraus geschnitten wird. Die Rezidivgefahr sinkt, wenn man den  resultierenden Defekt entweder mit Bindehaut (sog. Bindehautflap) oder mit Hornhaut (sog. Korneokonjunktivale Transposition) bedeckt. Sehr kleine oder oberflächliche Sequester kann man auch nur wegschneiden und den Defekt mit einer Bandagelinse bedecken.

Gibt es auch eine Behandlungsmöglichkeit ohne OP?
In manchen Fällen löst sich das Sequester mit der Zeit von alleine von der Hornhaut ab. Allerdings ist dieser Prozess schmerzhaft, kann sehr lange dauern und es kann ein tiefer Defekt in der Hornhaut resultieren. Empfehlenswert ist diese Vorgehensweise daher in der Regel nicht.

Gibt es Risiken bei der OP?
Das Risiko der OP ist generell gering. Seltene Komplikationen sind Infektionen der Hornhaut nach der OP oder ein Absterben oder Loslösen des Bindehautlappens oder der Hornhauttransposition. Da eine Vollnarkose nötig ist, muss das Narkoserisiko bedacht werden.

Wie läuft der OP Tag ab?
Sie bringen Ihre Katze nüchtern in die Klinik (Wasser ist zu allen Zeiten erlaubt, die letzte Fütterung bitte am Abend zuvor, spätestens um 19 Uhr geben). Sie wird dann von einer Helferin aufgenommen und in die Vorbereitung gebracht. Wir operieren ambulant, d.h. dass Ihre Katze in der Regel nachmittags wieder nach Hause darf.

Was muss ich nach der OP beachten?
Ihre Katze muss für ca 10-14 Tage eine Halskrause tragen, um eine Verletzung des Auges zu vermeiden. Das operierte Auge muss mehrmals täglich mit Salbe behandelt werden und ein Schmerzmittel wird über das Futter gegeben. Wir geben Ihnen selbstverständlich eine ausführliche Anweisung zur Nachbehandlung und alle benötigten Medikamente mit.  Eine Nachkontrolle hier bei uns ist nach 7-10 Tagen erforderlich.

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Termine in unseren Sprechzeiten zwischen 8 und 18 Uhr vereinbaren Sie bitte unter Telefon 06192/290-290

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