Bildgebende Verfahren in der Tierklinik Hofheim

Die bildgebende Diagnostik stellt einen Arbeitsschwerpunkt unserer Klinik dar und wird von einem Fachtierarzt für Radiologie Dr. Markus Tassani-Prell geleitet. Neben seiner unabhängigen HD/ED Begutachtung, für Besitzer ohne Vereinszugehörigkeit, bietet Dr. Tassani-Prell (FTA Radiologie, offizieller HD/ED Gutachter mehrerer Vereine und Vice Präsident der EVDI ) jetzt auch Befundung/Zweitbefundung für Fremd -CT und –MRT Studien an. Sie können die Serien über einen Server hoch laden (z.B. vetXL) oder auf CD/DVD brennen und mit der Post zusenden. Wir bitten ausserdem um einen Vorbericht. Damit eine gute Qualität der Bilder gewährleistet werden kann, sollten die Studien in DICOM Format übermittelt werden. Für weitere Informationen, sowie Preisauskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.  m[Punkt]tassani-prell[Klammeraffe]tierklinik-hofheim[Punkt]de

Röntgen

Bildgebende Verfahren - RöntgenstationDie Klinik verfügt über eine hochwertige digitale Röntgenanlage. Die Bilder sind sofort verfügbar und können über Computerbildschirme detailliert dargestellt, beurteilt und nachbearbeitet werden.
Röntgenbilder sind ein unabdingbares Diagnostikum für eine Vielzahl von Erkrankungen. Für die meisten Standardröntgenaufnahmen müssen die Patienten nicht sediert werden.
Um innere Organe zu beurteilen, werden der Bauchraum und die Brusthöhle abgebildet. Wichtig sind vor allem auch Aufnahmen von Knochen und Gelenken bei orthopädischen Fragestellungen. Röntgenologische Kontrastmitteluntersuchungen wie z.B. Myelographie oder Magen-Darmpassagen werden routinemäßig durchgeführt. Auch Vorsorgeuntersuchungen wie HD- und ED-Aufnahmen werden täglich angefertigt.
 
 
 
 

Durchleuchtung

Bildgebende Verfahren: C-Bogen
Die Klinik verfügt über einen modernen C-Bogen (Philips BV 29) mit dem sowohl intraoperativ (z.B. zur Gefäßdarstellung bei Shunt-Operationen) als auch ambulant Durchleuchtungen (z.B. Schluckstudien) durchgeführt werden können.  Auch der Entfernung von Fremdkörpern z.B. aus dem Magen unter Durchleuchtungskontrolle kommt eine große Bedeutung zu.
 

Ultraschall

Vivid E9 Bildschirm
 
Die Tierklinik Hofheim verfügt über drei High-end Ultraschallgeräte, ein Vivid E9 von GE und ein Aplio von Toshiba für die Echokardiographie sowie eine Xario (Toschiba) für die abdominale Sonographie mit jeweils mehreren Schallköpfe höchster Qualität. Zudem steht uns ein viertes mobiles Ultraschallgerät Logiq e (Emergency Edition) von GE für stationäre oder Notfallpatienten, die in bestimmten Notfallsituationen sofort geschallt werden müssen, zur Verfügung.
Mit allen Geräten sind Doppleruntersuchungen möglich (Farb-, CW- und PW-Doppler). Mit dem Vivid E9 und Aplio werden auch Gewebedoppleruntersuchungen durchgeführt.
Eine digitale Aufzeichnung aller Ultraschalluntersuchungen ist bei uns Standard. Durch modernste Technik der Rohdatenspeicherung können nach der eigentlichen Untersuchung alle Videosequenzen ohne Qualitätsverlust erneut aufgerufen und die zeitaufwendigen Messungen nachträglich durchgeführt werden. Dies verkürzt die Untersuchungszeit für den Patienten auf dem Untersuchungstisch erheblich. Ermöglicht wird dieser Fortschritt im Vergleich zum sonst üblichen konventionellen Herzultraschall durch die Anschaffung einer von GE entwickelten, hochmodernen, externen "Cardio Workstation".
 

Computertomographie

CT 
Die Computertomographie (CT) ist ein Schnittbildverfahren, das die überlagerungsfreie Darstellung der untersuchten Region in Querschnitten erlaubt. Ihr Bildkontrast basiert auf der Abschwächung von Röntgenstrahlen, die von Detektoren gemessen und in relative Dichtewerte – die sogenannten Hounsfield-Einheiten – umgerechnet werden. Computertomograpihsche Bilder ermöglichen ein dreidimensionales Bild von der untersuchten Region und ergänzen in dieser Hinsicht die eindimensionale Darstellung des Röntgenbilds.
 
Unser Gerät ist ein Activion-Computertomograph der vierten Generation der Firma Toshiba, ein sogenanter 16-Zeiler.Während die älteren Geräte bis zur 3. Generation auf die Darstellung von Querschnitten beschränkt waren und die Untersuchungsdauer zwischen 20 und 60 Minuten lag, sind mit der Einführung der sogenannten Spiral-CTs die Verfahren stark beschleunigt (nur noch wenige Sekunden Scan-Zeit) und die Auflösung so verbessert worden, dass aus den aufgenommenen Querschnitten praktisch ohne Qualitätsverlust alle übrigen Schnittebenen rekonstruiert werden können. Zudem ist die Untersuchungs- und Narkosezeit so für den Patienten sehr viel kürzer geworden und damit dessen Belastung geringer.
 
Der einzige Nachteil gegenüber dem Röntgenbild besteht in der Notwendigkeit der Vollnarkose und dem höheren Preis der Untersuchung. Der Gewebekontrast ist dem des Röntgens ähnlich, die Gewebsdifferenzierung aber viel genauer möglich. Der Weichteilkontrast ist dem der MagnetResonanzTomographie unterlegen. Dies ist vor allem bei der Beurteilung der Ausbreitung von Entzündungen oder Tumoren ein wichtiger Punkt und lässt sich nur zum Teil durch die intravenöse Applikation Jod-haltiger Kontrastmittel ausgleichen.

Kernspintomographie

(Magnetresonanztomographie/ MRT)
 
Die MRT ist ein in der Veterinärmedizin noch recht junges Schnittbildverfahren, das sich durch seinen besonderen Weichteilkontrast auszeichnet. Es beruht auf der Wechselwirkung zwischen den positiv geladenen Protonen, einem starken Magnetfeld und Hochfrequenzimpulsen. Wir verfügen in unserer Klinik über ein Gerät der Firma Hitachi mit einem 4 Tesla Permamagneten. Hauptfragestellungen in der Verwendung des MRT sind alle Arten von neurologischen Problemen und die Gelenkdiagnostik, vor allem am Kniegelenk.
 
Die physikalischen Grundlagen sind kompliziert, aber für das Verständnis und die Interpretation der Bilder sehr wichtig. Deshalb soll hier etwas genauer darauf eingegangen werden: Protonen haben eine einfach positive Ladung und einen Spin; d.h. sie drehen sich um ihre eigene Achse. Werden sie in ein starkes Magnetfeld gebracht, richten sie sich entlang der Achse der Magnetfeldlinien aus und vollführen um diese Achse eine kreiselförmige Bewegung, die sogenannte Präzession. Setzt man nun diese Protonen einem Hochfrequenzimpuls der Präzessionsfrequenz aus, kommt es zur Anregung der Protonen, sie werden zur Seite hin ausgelenkt. Nach Ausschalten des Hochfrequenzimpulses kehren die Protonen in ihre Ausgangslage zurück (sogenannte „Relaxation“); die aufgenommene Energie wird in Form einer elektromagnetischen Welle wieder abgegeben. Dies ist das magnetresonanz-tomographische Signal. Die Energieabgabe geschieht in Abhängigkeit der Bindung und damit der Beweglichkeit der Protonen unterschiedlich schnell. Dies bedingt den hervorragenden Weichteilkontrast der MRT. Gewebeabhängige Parameter wie die Anzahl der Protonen pro Volumseinheit („Protonendichte“) bestimmen die maximale Signalintensität bzw. den zeitlichen Verlauf des Signalabfalls (sogenannte T1- und T2-Relaxationszeit). Durch Serien zeitlich aufeinander abgestimmter Hochfrequenzimpulse („Pulssequenzen“) wird festgelegt, welcher der Gewebeparameter primär für die Signalgebung verantwortlich ist. So gibt es die T1-, die T2- und die Protonendichte- (PD-) Gewichtung. Es ist wichtig, zu wissen, daß in der MRT je nach Gewichtung der Sequenz ein und dasselbe Gewebe mit völlig unterschiedlicher Signalintensität dargestellt werden kann. So ist z.B. Flüssigkeit in der T1-Gewichtung dunkel (signalarm, hypointens), in der T2-Gewichtung jedoch hell (signalreich, hyperintens). Spezielle Sequenzen erlauben die selektive Unterdrückung des Signals eines bestimmten Gewebes, wie zum Beispiel Fett oder Liquor. So ist in der Neurodiagnostik die Liquorunterdrückung von großer Bedeutung, da sie pathologische Flüssigkeiten mit hoher Signalintensität, Liquor aber signalfrei darstellt. Die Kombination unterschiedlich gewichteter Sequenzen erlaubt dem Radiologen die Differenzierung verschiedener pathologischer Veränderungen.
 
Beurteilungskriterien sind Lage, Form, Größe und Abgrenzung der Veränderungen. Wichtig ist auch das Signalverhalten in verschiedenen Sequenzen sowie die vermehrte oder verminderte Aufnahme von Kontrastmittel.
Die Vorteile der MRT gegenüber den anderen Verfahren liegen im exzellenten Weichteilkontrast und der hohen Sensitivität gegenüber Veränderungen des Flüssigkeits- (= Protonen-) gehalts. Die meisten Pathologien sind damit bereits nativ erkennbar. Ein weiterer Vorteil ist die frei wählbare Orientierung der Schnittebenen; sie können damit optimal der zu untersuchenden Struktur angepasst werden. Nachteile sind die relativ lange Untersuchungszeit (rund 60 min), die schwierige Beurteilung verkalkter (signalfreier) Strukturen sowie die Empfindlichkeit gegenüber metallischen Fremdkörpern und Bewegungsartefakten. Letztere bedingt, dass die MRT derzeit nicht zur Lungendiagnostik und nur eingeschränkt im Abdomen eingesetzt werden kann.

Sprechzeiten

Montag bis Freitag
9:00 Uhr - 19:00 Uhr
(nach Vereinbarung)

24h Notfallbereitschaft

Im Langgewann 9
65719 Hofheim

Tel.: 0 61 92 - 29 02 90
Fax: 0 61 92 - 29 02 99

 

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